Viermal Gold: Baden-Württemberg jubelt bei der Mehrkampf-DM in Hannover
Kleinschrodt dominiert im U20-Zehnkampf
Für das herausragende Ergebnis aus baden-württembergischer Sicht sorgte David Kleinschrodt (LG Steinlach-Zollern). Der 19-Jährige dominierte den U20-Zehnkampf und sicherte sich mit 7.619 Punkten den deutschen Meistertitel sowie eine neue persönliche Bestleistung.
Bereits nach dem ersten Wettkampftag führte Kleinschrodt das Feld mit mehr als 250 Punkten Vorsprung an. Mit persönlichen Bestleistungen über 100 Meter (11,02 Sek.), 400 Meter (49,58 Sek.) und im Stabhochsprung (4,30 m) sowie starken 14,41 Sekunden über die 110 Meter Hürden ließ der Württemberger der Konkurrenz keine Chance.
„Der Stabhochsprung war das Highlight meines Tages“, sagte der frischgebackene Deutsche U20-Meister. „So konnte ich mein Ziel von 7.600 Punkten noch angreifen.“
Hinter dem souveränen Sieger gewann Quentin Roth (SSV Ulm 1846) mit 7.150 Punkten die Bronzemedaille.
Gallmeier holt Gold nach Ulm
Über einen weiteren deutschen Meistertitel durfte sich Lukas Gallmeier (SSV Ulm 1846) freuen. Mit 5.419 Punkten setzte er sich in seinem Mehrkampf durch und holte Gold nach Ulm. Besonders seine persönliche Bestleistung von 1,70 Metern im Hochsprung und starke 44,64 Meter im Diskuswurf legten den Grundstein für den Erfolg.
„Ich habe das ganze Jahr über hart trainiert und bin einfach unglaublich froh, dass ich hier heute als Deutscher Meister den Titel nach Ulm holen konnte“, sagte Gallmeier.
Kroter krönt starken Siebenkampf mit U23-Gold
Auch Leonie Kroter (DJK SG Wasseralfingen) sicherte sich souverän den deutschen Meistertitel. Die 20-Jährige setzte sich im U23-Siebenkampf bereits am ersten Tag an die Spitze und brachte ihren Vorsprung am zweiten Wettkampftag sicher ins Ziel.
Mit 5.680 Punkten stellte Kroter eine neue persönliche Bestleistung auf und verbesserte ihre bisherige Bestmarke um 99 Punkte. Besonders ihre 1,80 Meter im Hochsprung sorgten für Freude: „In den letzten Wettkämpfen bin ich immer ganz knapp gescheitert. Deshalb bin ich glücklich, dass die Latte diesmal liegen geblieben ist.“
Für eine weitere baden-württembergische Medaille direkt dahinter sorgte Karoline Reidenbach (LAV Stadtwerke Tübingen), die mit 5.347 Punkten Silber gewann.
Marcard bestätigt Favoritenrolle und gewinnt Gold
Die vierte Goldmedaille für Baden-Württemberg gewann Anni Marcard (VfL Sindelfingen). Als deutsche Jahresbeste angereist, bestätigte die W14-Athletin ihre Favoritenrolle eindrucksvoll.
Bereits am ersten Wettkampftag setzte sich Marcard an die Spitze und feierte unter anderem Siege über 80 Meter Hürden (11,55 Sek.) und 100 Meter (12,49 Sek.). Mit 5,47 Metern im Weitsprung folgte ein weiterer Disziplinsieg. Ihren Vorsprung brachte sie anschließend sicher über die abschließenden 800 Meter und sicherte sich souverän den deutschen Meistertitel.
Weitere Medaillen und Mannschaftsgold
Elisabeth Nawroth (TSV Gomaringen) gewann im U18-Siebenkampf mit 5.146 Punkten die Bronzemedaille. Nur 16 Punkte hinter dem Podest landete Teresie Hess (SG Schorndorf) auf Rang vier.
Weitere Medaillen gingen an Felix von Burski (TV Neustadt), der im Neunkampf der M14 mit 5.049 Punkten Zweiter wurde, sowie an Lisa Bender (TSV Baltmannsweiler), die im Siebenkampf der W15 mit 3.755 Punkten Bronze gewann.
Auch in den Mannschaftswettbewerben war Baden-Württemberg erfolgreich. Die U18-Siebenkampfmannschaft der SG Donau/Dettingen gewann Bronze, während die U23-Zehnkampfmannschaft des VfL Sindelfingen Silber holte.
Für einen weiteren Titel sorgte die U20-Zehnkampfmannschaft des SSV Ulm 1846. Quentin Roth, Maximilian Schmidt und Felix Schmidt sicherten sich mit 19.989 Punkten den deutschen Mannschaftsmeistertitel und rundeten damit das starke baden-württembergische Abschneiden in Hannover ab.