Starker Auftritt bei den Masters-EM in Toruń: Benjamin Hartmann überzeugt im Fünfkampf und über 60 m Hürden

  03.04.2026
Toruń/Calw-Haiterbach. In der traditionsreichen Kopernikus-Stadt Toruń (Polen) fanden die 15. Europameisterschaften der Masters statt – ein sportliches Großereignis, das Athletinnen und Athleten aus ganz Europa zusammenführte. Mit dabei war auch ein Vertreter aus dem Landkreis Calw: Benjamin Hartmann aus Haiterbach, der sich in der Altersklasse M45 mit starker Konkurrenz messen durfte.

Hartmann startete zunächst im Fünfkampf, einer anspruchsvollen Mehrkampfdisziplin, die Vielseitigkeit und Durchhaltevermögen verlangt. Auf dem Programm standen die 60 Meter Hürden, Weitsprung, Kugelstoßen (7,26 kg), Hochsprung sowie abschließend der 1000-Meter-Lauf.

Mit einer Zeit von 10,51 Sekunden über die Hürden legte Hartmann einen soliden Auftakt hin. Im Weitsprung erreichte er 4,83 Meter, gefolgt von 9,53 Metern im Kugelstoßen. Im Hochsprung überquerte er 1,44 Meter, bevor er den Mehrkampf mit einem engagierten 1000-Meter-Lauf in 3:38 Minuten abschloss. In der Gesamtwertung sammelte Hartmann 2593 Punkte und belegte damit den 13. Platz. Auch wenn das Ergebnis leicht hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb, zeigte er sich insgesamt zufrieden mit seiner Leistung auf internationalem Parkett.

Nur zwei Tage später stand für den Haiterbacher die nächste Herausforderung an: der Einzelstart über 60 Meter Hürden. Mit einem klaren Ziel vor Augen – dem Einzug ins Finale der besten acht Europas – ging Hartmann hochmotiviert an den Start. Um 9:43 Uhr fiel der Startschuss zum Vorlauf. Hartmann erwischte einen guten Beginn und war an der ersten Hürde vorne mit dabei, ehe ein kleiner Strauchler seinen Rhythmus kurzzeitig störte. Doch mit einer schnellen Anpassung fand er zurück in den Lauf – und tatsächlich: Das Finale war erreicht. Die Freude darüber war entsprechend groß.

Nach einer Phase des Durchatmens und Sammelns – inklusive kurzer Mittagspause und mentaler Vorbereitung – ging es am Nachmittag zurück in die Arena. Um 17:46 Uhr fiel der Startschuss für das Finale, begleitet von lautstarker Unterstützung der Zuschauer. Hartmann startete stark, lief die erste Hürde sauber an, geriet jedoch an der zweiten Hürde etwas zu dicht heran. Ein kurzer Wackler zwang ihn erneut zur Rhythmusanpassung. Dennoch kämpfte er sich konzentriert ins Ziel und wurde mit einer Zeit von 10,44 Sekunden belohnt – Platz sieben in Europa.

„Fürs Finale habe ich mir vorgenommen, nicht letzter zu werden, was ich auch mit dem siebten Platz bestätigte“, erklärte Hartmann im Anschluss. „Ich bin auf die erste Hürde etwas zu eifrig angelaufen, sodass ich zu dicht auf der zweiten war. Dadurch verlor ich etwas Geschwindigkeit und musste dem Italiener neben mir ziehen lassen. Danach musste ich meinen Rhythmus anpassen – und dachte nur noch: Mach keinen Fehler, bleib ruhig und komm ins Ziel. Für solch einen Lauf und die Zeit bin ich dennoch… naja, zufrieden.“

Nach seinem Wettkampf unterstützte Hartmann seine Mannschaftskameraden lautstark von der Tribüne und genoss die besondere Atmosphäre dieses internationalen Events. Sein Fazit fällt durchweg positiv aus: „Ein Mega-Event – sehr gut organisiert, freundlich und top ausgestattet. Selbst die Altstadt ist beeindruckend. Ich komme wieder.“

Mit seinem Auftritt in Toruń hat Benjamin Hartmann nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch gezeigt, dass Leidenschaft und Ehrgeiz keine Altersgrenzen kennen.

Benjamin Hartmann