EM Tag 2: Schneider und Knäsche verpassen Finale denkbar knapp
100 Meter Hürden Halbfinals: Rosina Schneider bietet Weltmeisterin Paroli
Nach Bestleistung im Vorlauf am Montag zeigte Rosina Schneider (TV Sulz) auch in einem hochkarätig besetzten Halbfinale über 100 Meter Hürden trotz schwieriger Windbedingungen eine starke Leistung. Dennoch reichte es für die 21-Jährige nicht für das Finale.
Von Beginn an lieferte sich Rosina Schneider ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Weltmeisterin Ditaji Kambunji (Schweiz). Während die favorisierte Niederländerin Nadine Visser vorne ein souveränes Rennen lief und in 12,69 Sekunden siegte, lief Schneider bis zur letzten Hürde neben der Schweizerin. Diese hatte dann auf den letzten Metern das bessere Ende für sich und sicherte sich in 12,96 Sekunden Platz 2 vor Schneider (12,98 sec). Da die Sprinterin des TV Sulz damit nicht zu den beiden besten Zeitschnellsten gehörte, war im Halbfinale Schluss.
Rosina Schneider (TV Sulz):
„Ich habe ein mega gutes Rennen erwischt, zwischen zwei so starken Konkurrentinnen. Gegen die Weltspitze laufen zu können ist der Hammer, das hat mich gut gepusht. Ich wollte dranbleiben, das habe ich bei Ditaji ganz gut geschafft. Leider hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wind, 1,3 Meter pro Sekunde Gegenwind. Das macht mich schon ein bisschen traurig. Aber ich bin mega dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte, in so jungen Jahren bei einer EM zu stehen. Ich nehme mit, dass ich eine tolle Familie und Freunde habe, die extra hierher gekommen sind, um mich zu unterstützen. Dass ich an mich glauben darf. Dass nicht unbedingt ein Halbfinale immer schneller sein kann als im Vorlauf. Und ich nehme mit, dass ich bei so starken Konkurrentinnen ruhig bleiben kann.“
Stabhochsprung Frauen Qualifikation: Gebrauchter Abend für Anjuli Knäsche
Für Anjuli Knäsche vom VfB Stuttgart lief die Qualifikation im Stabhochsprung der Frauen nicht nach Plan. Die Stuttgarterin hatte mit körperlichen Problemen zu kämpfen und fand nicht richtig in den Wettkampf. Schon bei ihrer Einstiegshöhe von 4,10 Metern wackelte die Latte gewaltig, blieb aber liegen. Auch über 4,25 Meter und 4,40 Meter hatte die Stuttgarterin Probleme und brauchte jeweils einen zweiten Versuch. 4,50 Meter waren dann zu hoch. Knäsche gelang kein gültiger Versuch über diese Höhe. Damit fehlte ihr die geforderte Qualifikationshöhe von 4,55 Meter. Aufgrund ihrer Fehlversuche reichten die übersprungenen 4,40 Meter nur zu Platz 13. Damit verpasste sie das Finale nur um einen Platz.
Anjuli Knäsche (LG Leinfelden-Echterdingen):
„Naja, erstmal bin ich natürlich traurig, dass es am Ende wie schon vor vier Jahren an einem Fehlversuch lag. Letztendlich habe ich das Beste gegeben, was heute ging, aber es war nicht ausreichend. Die Saison war super, mit der bin ich zufrieden, trotzdem liegen viele Aufgaben vor mir. Einige Probleme als Athletin stammen sicherlich auch aus der Doppelbelastung Trainerin / Athletin, das ist manchmal einfach zu viel und meine eigenen Wettkämpfe stehen immer auf Rang zwei.“