15. Paracelsuslauf Bad Liebenzell: Fritz Sander bringt Lauflegende Sabrina Mockenhaupt an den Start – Totes Rennen bei den Männern

  26.04.2026
Der Kurpark von Bad Liebenzell erlebte am Samstagnachmittag bei strahlendem Frühlingswetter ein traumhaftes Läuferfest. Fritz Sander war es gelungen zu seiner Abschiedsveranstaltung die 45fache Deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt-Gregor an den Start zu bringen.

Die frühere Olympiateilnehmerin ist noch immer aktiv, startet neuerdings für den Tomerdinger LV und sammelt nun fleißig neue Titel bei den Seniorinnen. Mit ihrem unnachahmlichen Stil dominierte sie das Frauenrennen und siegte über 5 Kilometer mit 18:18. Die Schömbergerin Clara Weisser bestätigte mit 18:44 ihre Siegeszeit von Calw. Schwester Eva rundete den Erfolg der Wintersportlerinnen mit 21:47 als  Dritte ab. Bei den Männern lief der Wildbader Paul Schmid von Anfang an dem gesamten Feld davon.

Er siegte in 17:07 überlegen vor Noah Kugele (Jesus läuft/19:02) und Florian Lechermann (19:07) vom Klinikum Nordschwarzwald. Insgesamt erreichten 22 Frauen und 37 Männer das Ziel.

Gemeinsam mit den 57 Teilnehmern der Kurzdistanz gingen 140 Athleten im Hauptlauf über 10 Kilometer und 6 Runden ins Rennen. Dass sich mit dem Startschuss auch 53 meist Jugendliche über die Meile in Bewegung setzen, war für die schnellen Läufer nicht optimal. Der Start der „Einründler“ erfolgte etwa 100 Meter versetzt und so lief die Spitze des Hauptlaufes in Windeseile auf die sehr langsamen Vorderleute auf. Durch die schwierigen Überholvorgänge blieb so manche Sekunde liegen.

Hinter Paul Schmid bildete sich mit Felix Bissinger (SV Oberkollbach) und Andreas Michaelis (TV 1834 Pforzheim) ein Verfolgerduo, das ab der Hälfte dann die Spitze des Zehners bildete. Die beiden kämpften auf der Schlussgeraden um den Sieg, gingen Brust an Brust in 35:26 durchs Ziel und wurden fairerweise beide als Sieger erklärt. Die weiteren Plätze gingen alle an in der Region sehr bekannte Sportler. Christian Dihlmann (Laufteam Rennwerk/36:03) lag knapp vor seinem früheren Teamgefährten Tim Weber (VfB Pfinzweiler/36:10).

Es folgten Stefan Walz (1. FC Egenhausen/36:23) und Roland Golderer (SV Oberkollbach/36:49) die den Sieg in der M45 unter sich ausmachten. Mit dem früheren Schwarzenberger Sebastian Groteloh (Kinderklinik Schömberg/36:54) folgte der Sieger der M50.

Bei den Frauen bestätigte das neue Talent Michelle Schwarz (SV Oberkollbach) mit ihrem überraschenden Sieg in 41:23 ihre starke Form vom Hesselauf. Zweite wie im Vorjahr  wurde Svenja Rayker (Laufteam Rennwerk/41:57) aber mit deutlich schnellerer Zeit.

Es folgten die Siegerinnen der Klassen W50, W40 und W45 mit Claudia Maag (TV Nöttingen/44:42), Marina Spiller (LG Calw/45:36) und Susanne Trick (Hoffnungshaus/46:13). Sina Kühn (Sparkasse Pforzheim-Calw/46:30) und Kerstin Joos-Läpple (46:44/1, W55) konnten sich noch knapp vor der neuen Deutschen Berglaufvizemeisterin W65 Regina Vielmeier (SV Oberkollbach/47:13 platzieren).

Nach diesem glanzvollen Sporttag beschleicht doch etwas Wehmut die regionale Läuferschar.

Hat Cheforganisator Fritz Sander nach jahrzehntelangem Organisieren seinen Abschied angekündigt.

Auch sein unermüdlicher Mitstreiter Günther Henne ist in die Jahre gekommen, dass das Jahr für Jahr wachsende Aufwand, eine solche Veranstaltung gegen zahlreiche Widerstände und zunehmenden Bürokratismus durchzuführen, nur noch schwer zu bewerkstelligen ist.

Bleibt zu hoffen, dass sich doch noch Personen finden, die in die Fußstapfen dieser beiden Leichtathletikurgesteine treten.

 

Weitere Ergebnisse von Sportlern aus dem Kreis Calw

Vom SV Oberkollbach: 12. Gabriel Umbeer (1. MU18/38:37), 16.Domenik Behnke (3. M45/39:57), 17. Nino Kunert (3. M35/40:19), 23. Benedikt Durst (6. M30/41:18) 41. Michael Tscheuschner (6. M45/44:04), 58. Andreas Vielmeier (3. M65/48:10), 12. Laura Purtätor (3. W30/50:02), 13. Sophia Grosch (2. W35/50:15), 20. Sabine Behnke (4. W40/53:00), 78. Mario Stöckel (8. M55/53:27), 40. Claudia Gösche (5. W30/63:58), 41. Petra Lewender (4. W65/67:02).                                                                                                                                                   

Von der LG Calw: 18. René Schütz (3. M40/40:38), 32. Alexander Mencin (1. M55/42:28), 43. Simone Spiller (6. M50/44:27), 47. Jörg Burkhardt (5. M60/45:44).                                                            

Vom VfL Ostelsheim: 9. Kai Robaczewski (2. M40/37:27), 14. Gunther Moll (4. M50/39:04), 29. Mario Schlag (4. M40/42:03), 37. Armin Gotsch (2. M55/43:21),

Günter Krehl